06/30/2017 - 10:18am      10:18

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MANUFAKTUREN DES 17. 18. UND 19. JAHRHUNDERTS


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Erstmals präsentiert die Europäische Textilakademie aus der über 3000 Objekte umfassende Mode- und Kostümsammlung von Raffaello Piraino in Palermo eine Auswahl von historischen Kostümen und Accesoires aus den damals bedeutenden europäischen Manufakturen. Die historisch aufgebaute Sammlung mit Schwerpunkt Mitteleuropa, hat sich zu einem bedeutenden Gesamtüberblick für Bekleidung und Accesoires entwickelt.

Der Bogen spannt sich von der Alltagskleidung bis zu exklusiver Haute Couture. Die Exponate stammen aus dem Zeitraum 1700 – 1950, welche u. a. berühmte Namen der Schneiderkunst wie Poiret, Fortuny, Worth junior, Schiapparelli und Doucet aufweisen. Neben diesen großen Couturiers sind auch einige herausragende italienische Schneiderateliers wie La Ville de Lyon Florence, Serafina Barberis-Tourin, Angelica & Figli Neapel zu nennen. Die Exponate aus verschiedenen Epochen stammen größtenteils aus Familienbesitzen. Die Sammlung zeigt Kleidung und Accessoires, die charakteristisch für die kostümgeschichtlichen Epochen sind und wichtige zeithistorische Artefakte aus der Gesellschafts-, Wirtschaft und Sozialgeschichte darstellen und in enger Verbindung zu der Verarbeitung von Samt und Seide im mitteleuropäischen Kontext stehen. Neben der Damen und Herrenbekleidung finden sich hier auch Fächer, Handtaschen, Handschuhe, Schuhe, Hüte, Schals, Schirme, Strümpfe, Strick- und Stickwaren, Spitzen und Textilmuster vom 18. Jahrhundert bis heute.

Der Schwerpunkt liegt auf der bürgerlichen Damenbekleidung des 18. bis zum 20. Jahrhunderts (Biedermeier- und Gründerzeit) wobei Gesellschafts-, Abend- und Ballkleider dominieren. Der Reichtum und die Qualität der Stoffe, die Spitzen und die Herstelleretiketten der renommiertesten Manufakturen, bezeugen ein enges Anlehnen an das Modediktat jener Zeit zwischen den Metropolen Paris, London und Wien.

Die Ausstellung „Historische Kostüme aus textilen Manufakturen, 18. bis 20. Jahrhundert“ findet vom 1. Juli bis am 30. September im Merkantilmuseum von Bozen statt.


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