05/11/2017 - 5:55pm      17:55

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MILOW VERZAUBERT DAS SÜDTIROLER PUBLIKUM


redaktion-de
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4.28
Overall rating
Musik
4.7
Publikum
4.5
Atmosphäre
4.2
Vorbereitung
3.7
Deutsch

Alles ist bereit für Milow. Gespannt erwarten ihn die Fans. Der belgische Liedermacher ist wieder nach Südtirol gekommen mit seiner zauberhaften Musik. Das erste Mal war es in Meran, wo er mit seinem treuen Gitarrist Tom aufgetreten ist. Ein Erlebnis, das er im Lauf des heutigen Abends mehrmals ansprechen wird. Das Publikum wird schön langsam ungeduldig. Ein wachsendes Murmeln und Raunen geht durch den Saal. Aber wie sagt man so schön? „L'attesa vale l'impresa.” Gegen 21 Uhr endlich fährt die Beleuchtung herunter, es kommt Stimmung auf. Da ist er! Milow zeigt sich auf der Bühne, dahinter seine Band. Die Spots sind auf ihn gerichtet. Los geht’s mit der Single “Just Smile”. An ihr wärmt sich das Publikum auf. Mit “Summer Days” jetzt ein Stück, das ziemlich Sommer-Hit-verdächtig ist. Es kündigt ein neues Album an. Milow ist locker, scherzt, erzählt Anekdoten – ein großartiger Unterhalter. Mit überwältigender Sympathie und dem so leicht und positiv klingenden Sound hat er das Publikum bereits für sich gewonnen.

Zu den Klängen von “No No No” stellt Milow seine Musiker vor: Drei Belgier, zwei Niederländer und die umjubelte Nina Babet aus England, die bald ihr erstes Album als Solistin herausbringt. Die Band ist ein Mix aus Kulturen verschiedener Herkunft, was auch das musikalische Repertoire von Milow kennzeichnet.

Der Abend schreitet fort mit “Love like that”, “Waiting around for love”, dann “Against the tide”, dessen karibischer Sound vom Ozean inspiriert zu sein scheint. Aber es sind die Noten von “Ayo technology” – das Stück, das Milow den Weltruhm eingebracht hat – welches jetzt seine Fans über alles verzückt. Die Zuneigung zu ihrem Idol bringen sie begeistert zum Ausdruck. Weiter geht es mit “Echoes in the dark” mit einem fantastischen Solo von Nina Babet, dann “Don’t turn around” und “You and me (in my pocket)“ – Milow hört nicht auf zu entrücken. Das Publikum spürt seine Kraft. Er dankt es mit einem Lächeln voller Bescheidenheit. Bei “Little in the Middle” stehen alle auf, hüpfen und klatschen im Takt der Musik. Ja, Energie ist wirklich ansteckend…

Es folgen “You must be crazy” und zum Schluss “Howling at the moon”, bei dem der ganze Saal in Milows Mondgeheul einstimmt. Das war das letzte Lied, sagt dieser, grüßt und verlässt mit seiner Band die Bühne. Nun warten alle gespannt auf die sichere Zugabe. Nach einigen Minuten ist es soweit. Der Sänger kommt wieder in den Saal, diesmal gesammelter, und stimmt “Way up high” an, ein ergreifendes Lied, das von einem Verlust erzählt. Milow interpretiert es gefühlvoll und mit starker Hingabe. Zu aller Überraschung begibt er sich dann in die Mitte des Konzertsaales, nimmt seine Gitarre zur Hand und liefert ein wunderbares “Out of my hands”, einen seiner ersten Erfolge aus 2008.

Nun kommt auch die Band nach vorne und zusammen singen sie a cappella “Learning how disappear”. Es folgt "Can't Help Falling In Love", die Coverversion eines Elvis-Presley-Songs, bei dem alle zum Mitsingen aufgefordert werden. Toller Abschluss eines Abends, der nicht nur das Publikum sondern auch die Musiker tief berührt hat. Doch das wahre Ende des Milow-Konzerts kommt erst jetzt: Die Zugabe von „Summer Days“: Kraftvoll und farbenfroh katapultiert es alle geradewegs hinein in eine wunderbare Sommerstimmung.

(Von Marialisa Maffei)


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