10/04/2018 - 11:08am      11:08

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DER „NUIE“ UND DER „SUSER“


Anna Schenk
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Tedesco

Wenn sich die Blätter bunt färben und die Temperaturen allmählich wieder sinken, gibt es nichts schöneres als gemeinsam mit Freunden nach einer Wanderung in einem urigen bäuerlichen Schankbetrieb einzukehren, um die Gaben des Herbstes zu genießen: Die Hauptakteure dieses geselligen Brauchs, der hierzulande „Törggelen“ genannt wird, sind neben typischen Südtiroler Gerichten und einer Portion Kastanien der „Suser“ und der „Nuie“.
 
Der „Suser“ und der „Nuie“ sind zwei Traditionsgetränke im Herbst, die angenehm leicht schmecken und aus der neuen Weinernte gewonnen werden. Beim „Suser“ handelt es sich um Traubenmost, der sich im Gärprozess befindet. Er wird vorwiegend aus roten, leichten Rebsorten hergestellt, schmeckt süß und enthält nur sehr wenig Alkohl. Der „Nuie“ ist hingegen in der Weinproduktion schon etwas weiter fortgeschritten und ist ein junger Wein mit einem Alkoholgehalt von rund 7%.
 
Doch warum werden sie nur im Herbst beim „Törggelen“ getrunken? Vor Jahrzehnten luden die Winzer nach der Traubenernte zur Verkostung des neuen Weines. Diese Tradition wird auch heute noch gepflegt: immer wieder aufs Neue, im Oktober und am besten in netter Gesellschaft.
 
Foto: Tiberio Sorvillo
 


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