06/21/2018 - 10:54am      10:54

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DAS HAUS UND DER PARK IM DON-BOSCO-VIERTEL


Andreas Vicinanza
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Wohnhäuser für mehrere Familien mit einem charakteristischen Garten. Offene Haustüren, da zwischen den Menschen Vertrauen und Respekt herrschte. Ein von den Sirenen der Eisenwerke und Fabriken bestimmtes Familienleben. Ein Viertel, welches ein Stück Geschichte der Stadt Bozen erzählt. Das Semiurali-Haus wurde im Jahr 2015 für Besucher eröffnet und erzählt vom Leben in den Semirurali-Bauten, welche von den Dreißigern bis zu den Achtzigern das Landschaftsbild des Don-Bosco-Viertels prägten.

Aufgezeichnete Stimmen begleiten die Besucher im Erdgeschoss und erzählen ihnen von ihren Erfahrungen. Der historische Kontext wird im Obergeschoss aufgegriffen; im ersten Raum wird provokatorisch mit der Gegenwart begonnen: Bilder der heutigen Bewohner des Viertels schmücken die Wände. Interessierte haben die Möglichkeit, ein Foto des eigenen Gesichtes zu machen, welches anschließend auf einem Monitor inmitten der Fotografien gezeigt wird.

Im nächsten Saal sind Holzmodelle von Rocco Iaria ausgestellt, welche die Semirurali-Häuser der Vergangenheit detailgetreu abbilden, während Katastkarten die Entwicklung des Viertels dokumentieren. Weiter geht es im nächsten Raum, in dem die Besucher fotografische Aufnahmen der damaligen Zeit studieren und so das Klima der Gegend besser begreifen können. Zwei Kammern befinden sich am Ende der Ausstellung: Eine ist dem Konzentrationslager Bozen gewidmet, die andere stellt in einem Video Vergangenheit und Gegenwart gegenüber und zeigt eine Reihe von Aquarelle der Künstlerin Alma Olivotto.

Neben dem Museumshaus befindet sich der Semirurali-Park. Hier wurde im Mittelalter das Chorherrenstift Maria in der Au errichtet, ein religiöser Bau, welcher aus einer Kirche und Wohnhäusern für die Augustinermönche bestand. Da der Eisack für häufige Überschwemmungen sorgte, waren die Augustinermönche gezwungen, in die Abtei Muri-Gries umzuziehen; heute leben die Benediktinermönche in dieser Abtei. Interessierte können die Reste des Chorherrenstifts im Semirurali-Park besichtigen; der Park dient oft als Gastgeber für Feste und kulturelle Veranstaltungen.

Das Semirurali-Haus befindet sich in der Baristraße 11. Es ist am Samstag von 14:30 Uhr bis 17:30Uhr geöffnet; es ist weiterhin möglich, eine Führung von Dienstag bis Sonntag vorzumerken. Weitere Informationen auf der Seite der Gemeinde. Neben dem Semirurali-Haus befindet sich der Semirurali-Park mit den Resten des Chorherrenstifts.


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