02/08/2018 - 10:10am      10:10

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DREI PILGER UND DREI LAMAS IM HERZEN VON ROM


Andreas Vicinanza
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Tedesco

Die Vatikanstadt zu Fuß zu erreichen ist ein Vorhaben, das den Traum vieler Pilger darstellt. Wie ein bekanntes Sprichwort lehrt, führen alle Straßen nach Rom, doch zweifelsohne gibt es viele Arten, um diese Straßen in Angriff zu nehmen. Walter Mair, Thomas Mohr und Thomas Burger haben sich für eine ungewöhnliche Methode entschieden. Sie werden den Weg in Begleitung von drei Lamas zurücklegen. Dabei handelt es sich nicht um Lasttiere, sondern um wahre Begleiter die den Pilgern mit ihrem langsamen Gehrhythmus die Gelegenheit bieten, die Landschaft aufzunehmen und zu genießen. Die Reise beginnt am 20. Februar, Startpunkt ist der Ritten. Nach einer kurzen Pause auf dem Walterplatz, wo die Wanderer die Initiative detailliert vorstellen werden, beginnt die Pilgerwanderung in Richtung Rom. Wir haben den Inhaber des Kaserhofes (Oberbozen) sowie Lama- und Alpakazüchter Walter Mair gebeten, uns mehr über das Vorhaben zu erzählen.

Wie ist die Idee entstanden?

Vor ungefähr 15 Jahren kam mir aus heiterem Himmel dieser Einfall. Ich habe bereits viele Hochgebirgstouren unternommen. Eigentlich wollte ich diese Reise bereits in den letzten Jahren unternehmen, doch immer wieder kam etwas dazwischen, wie zum Beispiel der Ausbruch der sogenannten Blauzungenkrankheit in Italien, und ich musste das Vorhaben aufzuschieben. Jetzt scheint endlich der geeignete Augenblick gekommen zu sein.

Was sind Ihre Erwartungen bezüglich dieses Abenteuers?

Zum einem eine Zeitlang aussteigen aus dieser schnelllebigen Welt und einfach ein wenig entschleunigen. Wir wollen ebenfalls Land und Leute kennenlernen und uns die ganzen Sehenswürdigkeiten anschauen. Zudem erregen die Lamas immer Aufmerksamkeit. Wir haben letztes Frühjahr eine Viertagestour unternommen um zu sehen, ob es möglich sei, vier Tage in eine Richtung zu gehen ohne etwas zu buchen. Wir wanderten von Truden Richtung Pergine und auf dem Weg kamen die Menschen aus den Häusern, um die Lamas zu sehen und zu fotografieren. Die Lamas vermitteln Positivität. Uns wurde zu essen und zu trinken angeboten. Ich denke, dass auf dem Weg nach Rom unsere Lamas ebenfalls das Interesse der Leute hervorrufen werden.

Am Ende der Reise befindet sich für Sie eine Audienz mit Papst Franziskus. Wie fühlt sich die Vorstellung an, einer derart wichtigen Persönlichkeit zu begegnen?

Ich habe den Papst noch nie live gesehen, aber ich denke, dass eine Audienz sicherlich ein sehr emotionales Erlebnis sein wird. Es steht noch nicht fest, dass wir die Audienz wirklich bekommen. Wir nehmen handgestrickte Socken mit dem Rittner Logo und ein Papstkäppchen, das Papalino, mit – beides besteht aus Alpakawolle. Wir möchten diese Gegenstände persönlich dem Papst überreichen.

Was für positive Effekte kann es für eine Menschengruppe haben, wenn man mit Lamas reist?

Die Lamas sind nette und sanfte Wegbegleiter. Sie gehören zur Familie der Kamele und strahlen Ruhe aus. Wir müssen uns dem Rhythmus der Lamas anpassen nicht umgekehrt; dadurch wandern wir langsamer als normal. Lamas sind angenehme Tiere, sie sind sehr neugierig, wollen aber nicht immer von den Menschen angefasst werden.

 

Foto: Kaserhof 


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