02/01/2018 - 10:02am      10:02

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EIN VERSTECKTER SCHATZ AM DOM


Andreas Vicinanza
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Tedesco

Die Kirchengeschichte von Bozen und Umgebung ist faszinierend und umfangreich; für die Interessierten kann ein “Eintauchen” in die Vergangenheit ein wertvolles Erlebnis sein. Neben dem Bozner Dom befindet sich daher ein Schatz – die Domschatzkammer. Dieses im Jahr 2007 eröffnete Museum bietet wichtige Einblicke in die Kirchengeschichte Südtirols.
 
Unter anderem können Besucher die Fastenkrippe bewundern, eine Figurenserie, die von den letzten Augenblicken im Leben Jesu berichtet; eine Geschichte der Agonie und des Leidens, aber auch der Hoffnung. «Diese Krippe wurde uns von der Kirche in Kampenn zur Verfügung gestellt», erklärt Werner Wallnöfer, der Verantwortliche der Domschatzkammer. In der Fastenzeit werden einzelne Figuren in der Kirche von Kampenn ausgestellt und anschließend in das Domschatzmuseum zurückgebracht.
 
Ebenfalls in der Domschatzkammer befinden sich wichtige Dokumente, wie zum Beispiel ein Bauvertrag zum Neubau des Bozner Domes unter Hans Lutz im Jahr 1501 – ein Beispiel von detaillierter Organisationsarbeit für ein derart wichtiges Gebäude. Auch vorhanden ist ein Ablassbrief aus dem Jahre 1340, ein weiteres wichtiges Zeugnis einer fernen Zeit. Neben schriftlichen Dokumenten können im Domschatzmuseum Gemälde bestaunt werden, zum Beispiel das Ölgemälde, das die Überführung der Reliquien des Seligen Heinrich von Bozen darstellt; diese Abbildung überzeugt durch ihre Liebe zum Detail.
 
Bezüglich der Ziele der Domschatzkammer erklärt Werner Wallnöfer: «Wir wollen die Menschen hinführen zum Glauben.» Der Erfolg der Sammlung wird dadurch deutlich, dass Besucher aus aller Welt eintreffen: Jährlich kommen Menschen aus Italien, aber auch aus anderen Teilen Europas, unter anderem Engländer, Franzosen und auch viele Ostdeutsche. Auch Besucher aus Übersee besichtigen das Domschatzmuseum.
 
Interessierte können die Domschatzkammer auf dem Bozner Pfarrplatz zwischen 10 und 12.30 Uhr besichtigen.
 
Für weitere Informationen: tel. +39 0471 978676
 
Fotos: Domschatzkammer


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